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Buchtipps - Romane

"Mit Mutter on the road" so steht es hinten auf dem Schutzumschlag des neuen Buches von Matthias Nawrat.

Hape Kerkeling hat fast sein ganzes Leben mit Katzen geteilt. In diesem Buch beschreibt er sie alle. Von Peterle, der sich in sein Leben schlich, als Hape gerade acht Jahre alt war, bis zu Kitty, die im Moment den Ton in seinem Haus angibt. Er weiß: Die Liebe, die man den Vierbeinern schenkt, bekommt man doppelt und dreifach zurück, man wird verstanden und kann sich ihnen anvertrauen.

"Kurze Geschichten über Kleider und Leute" nennt Elke Heidenreich ihr Buch im Untertitel. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, diese Geschichten zu lesen und ich habe mich so manches Mal darin wiedergefunden. Kleidung spielt in den Leben der meisten Menschen eine Rolle. Selten ist es uns egal, was wir tragen. Oft ist es ein Lebensgefühl, das man ausdrücken will, eine Zugehörigkeit zu einer Gruppe oder gerade das Gegenteil.

Es blitzt am Himmel auf und ein Etwas schlägt ins Auto des betrunkenen Rallayefahrer Tarvainen. Die Dorfbewohner identifizieren dieses Etwas als einen äußert wertvollen Meteoriten. Schnell ist man sich einig, ihn bei Pfarrer Joel zu lagern, der als ehemaliger Militär kampferfahren ist. Doch der hat ganz andere Probleme, denn seine Frau ist schwanger und zwar nicht von ihm.

Im London der Nachkriegszeit gilt eine unverheiratete Frau über dreißig bereits als alte Jungfer. Auf dem Heiratsmarkt hat Mildred Lathbury keine Chance mehr, was die gewissenhafte, etwas farblose Pfarrerstochter aber nicht weiter stört. Ihr Leben verläuft in ruhigen Bahnen, sie arbeitet für eine Hilfsorganisation und ist ein wertvolles Mitglied ihrer Kirchengemeinde. Doch die neuen Nachbarn, eine attraktive Anthropologin und ein charmanter Marineoffizier, bringen Mildreds Leben etwas durcheinander.

Jackson, Mississippi. Polizeiunterhändler Hugh McElroy wird zu einer Schießerei und Geiselnahme gerufen. Ein Schütze ist in das örtliche Krankenhaus eingedrungen und schießt um sich. Als McElroy mit dem Amokläufer in Kontakt tritt, erfährt er, dass sich auch seine Tochter Wren in der Klinik befindet. Natürlich setzt er alles daran, die in Geiselhaft befindlichen Menschen zu befreien. Patienten. engagierte Ärzte, Pfleger und eben auch seine Tochter.

1886. Lily Karsten darf an einem heißen Sommertag das neue Schiff Titania der familieneigenen Reederei taufen. Dabei geht alles gut, die Flasche Champagner zerschellt am Schiffsrumpf. Doch auf dem Weg nach Hause erfasst eine starke Windbö ihren Hut und weht ihn ins Hafenbecken. Ihr Verlobter Henry sorgt dafür, dass ein Arbeiter, der zufällig vor Ort ist, hinterher springt, um ihn zu bergen. Dabei kommt es zu einem grauenvollen Unfall.

Bérengère Cournut ist sehr tief in das Leben und Denken der Inuit eingestiegen - das merkt man als Leserin sofort. Sie beschreibt eine komplett fremde und ungwöhnliche Welt, deren Logik mich zum Teil sehr zum "Schlucken" gebracht hat. Das Überleben ist das Wichtigste in dieser einsamen und menschenfeindlichen Umgebung, die gleichzeitig fast unwirklich schön sein kann. Uqsuralik wird durch einen Riss im Eis von ihrer Familie getrennt und ist vollkommen auf sich allein gestellt. Sie schafft es, einige Tage zu überleben, bevor sie auf eine andere Nomadenfamilie trifft.

Zwei Schwestern, großgezogen von ihrer hartherzigen Großmutter, wachsen im ärmeren Viertel von Philadelphia auf.  Während die immer korrekte Mickey eine Laufbahn bei der Polizei wählt, scheint die unbeherrschtere, lebenslustige Kacey den Lebenswandel der drogensüchtigen Mutter einzuschlagen. Trotz der unterschiedlichen Lebenswege hat Mickey immer ein Auge auf ihre Schwester.

Reflektierend und auch voller Liebe schaut die bekannte Autorin auf ganz viele Begegnungen in ihrem Leben und erzählt auch dabei, wie es in ihrem jetzigen 63jährigen Alltag so läuft: ihre zwei Töchter, ihr Witwendasein, ihre Verabredungen und Ausflüge, die si